Fahrten und Exkursionen

Iter Romanorum – die „Römerfahrt“ nach Köln und Co

Was ist das?

Die sog. Römerfahrt ist relativ neu an der Jungmannschule. Sie wurde im Sommer 2013 zum ersten Mal durchgeführt.

Sie richtet sich an alle Lateinschülerinnen und –schüler, die im letzten Jahr vor der Oberstufe stehen.

Im Mittelpunkt stehen die Römer in Germanien, vor allem in der Colonia Claudia Ara Agrippinensium oder, wie wir es heute nennen, in Köln.

Besucht werden aber auch Kalkriese, wo Arminius 9 n. Chr. die Römer unter Varus schlug („Vare, redde legiones!“), Xanten („ad sanctos“), eine originalgetreu wieder aufgebaute Römerstadt (mit Amphitheater, Tempel und modernem Museum), die früher Colonia Ulpia Traiana hieß, und Haltern am See, um im dortigen Römermuseum an einer Erlebnisführung teilzunehmen.

Die Fahrt findet auch in Zukunft immer in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien statt, ist freiwillig und wird aller Voraussicht nach nicht mehr als 215,-€ kosten.

 

Erfahrungsberichte

 Den neuesten Bericht zur Römerfahrt 2015 findet ihr hier: Teil 1, Teil 2

 

 

"Iter Romanorum" 2013

Die erste Römerfahrt der JMS vom 17. - 20. 6. 2013

 

Am 17. 6., also am letzten Montag vor Beginn der Sommerferien, war es soweit: Zusammen mit 39 Lateinschülerinnen und -schülern der neunten und zehnten Klassen brachen wir morgens um kurz vor acht bei herrlichem Wetter in Eckernförde auf, um zum ersten Mal gemeinsam auf Spuren der Römer in Germanien zu wandeln.

Die Colonia Claudia Ara Agrippinensium, in der niemand Geringeres als die Kaiserin Agrippina geboren wurde, oder, wie wir es heute nennen, Köln war unser Ziel.  Unser Busfahrer Heiko brachte uns jedoch zunächst wohlbehalten nach Kalkriese, wo wir nach einer kurzen Pause

 

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im „Museum und Park Kalkriese“ einen  anschaulichen Einblick in die Ereignisse und Folgen des Jahres 9 n. Chr. erhielten, als an dieser Stelle, da ist sich die Forschung inzwischen recht einig, die berühmte „Varusschlacht“ stattfand. Bei dieser Metzelei verloren die Römer insgesamt 3 Legionen  (ca. 18 000 Mann) - eine Niederlage und Schmach (“Vare, redde legiones!“), von der sich die Römer nie wieder gänzlich erholten und die dafür sorgte, dass die Römer daraufhin ihr Interesse an und somit ihre Vorhaben in Germanien reduzierten. 

Voller Eindrücke ging es danach direkt nach Köln, wo wir, nach einigen Umwegen, am späten Nachmittag die Jugendherberge Köln-Deutz erreichten und bezogen. Abends war ein gemeinsames Erkunden der Gegend sowie Erholen auf den Rheinwiesen angesagt.

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 Da es am Rhein bei dem sonnigen Wetter, das uns während der gesamten Fahrt erhalten blieb, einfach herrlich war, gestalteten sich auch die folgenden Abende ähnlich: Kartenspielen, Volleyball oder einfach nur Relaxen direkt am Rhein keine 10 Gehminuten von der Jugendherberge entfernt – einfach großartig! Vereinzelt zog es auch Unermüdliche noch auf das andere Rheinufer gen Dom, aber die Füße der meisten Römerfahrer waren abends schon strapaziert genug, so dass es gerade noch für die Rheinwiesen reichte!

 

Am Dienstag morgen traten wir sehr früh die Reise Richtung Xanten an, wo sich in unmittelbarer Nähe eines römischen Militärlagers einst eine römische Siedlung entwickelte, die von ihrem Namenspatron Kaiser Trajan 110 n. Chr. zur colonia erhoben wurde und daraufhin Colonia Ulpia Traiana hieß. Erst später erhielt sie den Namen Xanten („Ad sanctos“). Der dortige APX (Archäologische Park Xanten) ist auf dem Gelände errichtet, auf dem sich früher die Colonia Ulpia Traiana  befand. Im Park finden sich heute Gebäude, die nach römischem Vorbild  rekonstruiert und an der Stelle jeweils (teil-) errichtet wurden, an der sie auch zu römischer Zeit gestanden haben. Durch eine Führung über das Gelände erhielten wir hier einen fundierten Einblick in das Stadt- und Alltagsleben der Römer in Germanien,

 

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der durch die sich anschließende Führung durch das LVR-Römermuseum noch vertieft wurde. Spannend war hier vor allem auch die originalgetreu nachgestaltete militärische Ausrüstung eines Legionärs, die von den SchülerInnen und Lehrkräften in Teilen angelegt werden durfte. Das Gewicht war wirklich nicht zu vernachlässigen!

 

Mittwoch galt ganz unserem Ziel- und Ausgangspunkt: Köln.

Vormittags erkundeten wir den Kölner Dom

 

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(und erklommen in Teilen auch dessen Türme)

 

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und ließen uns über die Geschichte, Architektur und religiöse Bedeutung dieses Wahrzeichens aufklären;

 nachmittags erfuhren wir – nach einer kurzen „Insider“-Stadtführung durch Herrn Schultz – hier beim sog. Römerbrunnen mit der Kapitolinischen Wölfin, die allerdings beide nicht original antik sind! -

 

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-        so einige Details über römische Bauten in Köln selbst, wofür wir uns z. T. „unter Tage“ begeben mussten, als wir durch Teile des ehemaligen röm. Abwasserkanals wanderten, der den Kölnern im zweiten Weltkrieg noch als sicherer Bunker diente (die Römer wussten, wie man sicher baut, meistens jedenfalls, s. u.!). Diese Zeugnisse original römischer Baukunst und auch die Zeugnisse eines damals schon z. T. vorherrschenden „Pfusches am Bau“ (beim Bau des Palastes des Stadtpräfekten, dem sog. Praetorium, wurde in einer Bauphase schlecht gemischtes caementum verwendet und auch die Maurerkunst ließ bei einem Bauabschnitt zu wünschen übrig!) ließen die Antike auch hier greifbar und lebensnah werden.

 

Am Donnerstag hieß es dann Abschied nehmen. Vale, Colonia!

Früh brachen wir aus Köln-Deutz auf, um rechtzeitig zur angemeldeten Erlebnisführung im Römermuseum in Haltern am See zu sein. Dort begaben wir uns ein letztes Mal auf Spuren römischer Legionäre in Germanien (in Haltern selbst befand sich nämlich ein römisches Militärlager), vertieften das bereits erworbene Wissen um den Alltag und die Beschwernisse, die das Leben eines röm. Legionärs oder auch anderer Mitglieder eines Herreszuges mit sich brachte (so konnten wir u. A. ausprobieren, wie mühselig und zeitintensiv das Mahlen des täglich benötigten Getreides für einen jeden Legionär war, oder wir konnten erneut erproben, wie schwer ein Legionär zu tragen hatte (an die 20 Kilo reines Marschgepäck!)) und konnten ein letztes Mal ermessen (im wahrsten Sinne!), wie viele röm. Legionäre gegen Arminius verloren und bei Kalkriese starben: Durch das gesamte Museum sind nämlich ca. 18 000 Playmobilmännchen - in Heeresformation angeordnet – aufgestellt, die die drei römischen Legionen darstellen sollen, die 9 n. Chr. unter Varus durch Germanien zogen und bei Kalkriese von Arminius/ Hermann dem Cherusker vernichtend geschlagen wurden.

 

Als wir uns abends rechtschaffen erschöpft von der Hitze der Tage und der langen Busfahrt Eckernförde näherten, waren wir uns alle einig, dass diese Fahrt rundherum gelungen war. 

 

Wir Lehrkräfte wünschen uns, dass euch SchülerInnen die Eindrücke möglichst lange erhalten bleiben, und hoffen, dass auch zukünftige JungmannschülerInnen auf diese Weise erfahren werden, wie nah die immer so fern wirkenden Römer uns Norddeutschen doch eigentlich waren und wie sinnvoll es immer noch ist, sich mit der Sprache und Kultur der Römer auseinander zu setzen – denn: sie waren hier bei uns und haben unser Leben und unsere Kultur mit geprägt!

 

In diesem Sinne bedanken wir Begleitlehrkräfte uns bei einer motivierten, interessierten und laufstarken SchülerInnengruppe und wünschen uns viele vergleichbare Fahrten in der Zukunft!

 

Für die Lateinfachschaft,      Caja Uldall, StR'in

 

 

 

Römerfahrt 2013 - ein Bericht von Lillevi Fuhrmann

Hervorragend vorbereitet (Danke, Frau Uldall!) und wunderbar begleitet (Danke, Herr Schulz und Herr Pollex!) starteten 39 Schülerinnen und Schüler am Montag d. 17.06. um 8:05 Uhr von der Schule. Durchzählen, Koffer in den Bus, Abschied nehmen und … nicht los. Vor dem Start erfolgte nämlich die unvermeidliche Sicherheitseinweisung des Busfahrers (Anschnallen, Müll entsorgen, Kaugummi-verbot usw.). Danach ging es in aufgeregter Stimmung Richtung Süden.
     Gegen 10:00 Uhr kam die erste Pause an einem Rastplatz auf halber Strecke gen Bremen. Nach dem Imbiss am Kiosk und kurzer Freizeit, die wir nutzten  um uns besser kennenzulernen, fuhren wir um 10:30 Uhr weiter, bis wir gegen 12:00 wie geplant Kalkriese erreichten. Am – vermutlichen – Ort  der legendären Varusschlacht wurde unsere Truppe von zwei Mitarbeiterinnen des dortigen Museums begrüßt und über das Gelände geführt, wo man auf einem kleinen eingezäunten Abschnitt die damaligen natürlichen Gegebenheiten (Wald, Sumpf, Wall) nachgestellt hatte. Nach Erläuterungen zu den Ausgrabungen ging die Führung im Inneren des Museums weiter. Wir besichtigten einen ca. 2 m hohen Nachbau der berühmten „Maske von Kalkriese“ und ihr vergleichsweise kleines Original, Münz- und Waffenfunde sowie ein Modell, welches die Vernichtung der römischen Truppen durch die Germanen veranschaulichte. Anschließend stieg ein Teil der Gruppe auf die Aussichtsplattform, andere sahen sich im Museumsshop um, bis es gegen 15:00 Uhr weiterging.
     Nach mehreren Staus, einigen Umleitungen und einem unterhaltsamen Quiz zur Varusschlacht erreichten wir gegen 18:00 Uhr die Jugendherberge. Die Zimmerverteilung verlief weitgehend problemlos, danach hatten wir eine kurze Erholungspause bis zum Abendessen. Nach dem Essen – und dem Eis zum Nachtisch – machten wir einen Spaziergang zu den Rheinwiesen, wo sich die Gruppe aufteilte. Einige wollten schon einmal einen Blick auf den Dom werfen, andere gingen spazieren oder spielten Volleyball und Karten, bis wir sich um 21:30 Uhr wieder bei der Jugendherberge einfanden.

Der Dienstag begann in aller Herrgottsfrühe mit einem schnellen Frühstück, dann ging es auch schon mit dem Bus Richtung Xanten, wo in einem Freilichtmuseum große Teile der antiken Römerstadt neu aufgebaut worden waren. Wir bekamen eine Führung über das Gelände, vom antiken Tempel mit den ionischen Säulen über die Herberge mit den dazugehörigen Thermen bis hin zum Amphitheater. Danach gab es eine 45-minütige Pause, in der sich die meisten im Café mit einem Eis versorgten (es herrschten angenehme 38°C im Schatten). Am Tempel wurde ein Gruppenfoto geschossen, anschließend spazierten wir zum Museum. In drei Gruppen gab es eine erneute Führung, deren Highlights das An- und Ausprobieren von römischen Helmen, Schwertern und Schilden war. Neben den Informationen über die Gründung Xantens erfuhren wir viel über das Alltagsleben und die Gewohnheiten der Römer. Einige besichtigten noch das Originalfundament der Thermen, bevor wir draußen das weitere Vorgehen besprachen. Da wir bis nachmittags „aufsichtsfreie“ Zeit haben sollten, trennten sich unsere Wege: In unterschiedlich starken Gruppen und auf unterschiedlich langen Wegen zogen wir nach Xanten (dem nicht antiken Teil), nur um uns dort in der Eisdiele wiederzutreffen. Nach dem Abendessen gab es wieder Freizeit bis 22:00 Uhr, die diesmal die meisten nutzten, um sich die Kölner Innenstadt anzusehen.

Der Mittwoch gehörte dann endlich Köln allein. Morgens marschierten wir von der Jugendherberge über die Hohenzollernbrücke, vorbei an abertausenden von Schlössern, durch die sich verliebte oder verheiratete Paare verewigt hatten, vorbei an der Reiterstatue Kaiser Wilhelms II und bis zum Dom. Da wir zu früh ankamen, erhielten wir von Herrn Pollex erst einmal eine Einführung über Köln zur Wilhelminischen Ära, bevor die Führung begann. Diese fand (ganz modern) über Kopfhörer statt, um die anderen Dom-Besucher nicht zu stören.
     Es folgte die – freiwillige – Dombesteigung; die über 590 sehr steilen Stufen zu erklimmen war sowohl extrem anstrengend als auch kinderleicht und die Aussicht lohnte den Aufstieg allemal. Wieder am Boden erlaubten unsere Lehrer     etwa eine Stunde Freizeit, die einige nutzen wollten, um das Römisch-Ger-manische Museum zu besuchen. Dieses war allerdings geschlossen, deswegen mussten wir uns mit dem Museumsshop begnügen.
     Als wir uns wieder alle am Dom eingefunden hatten, gingen wir zum Römerbrunnen und zum Praetoriat – einem weiteren Museum –, in dem wir einen Teil der antiken Kanalisation aufsuchten, außerdem wurden uns Entstehung und Geschichte Kölns erläutert und das Originalfundament des Gebäudes besichtigt.
     Nach Absprache mit den Lehrern durften wir anschließend unternehmen was wir wollten. Der Großteil der Gruppe genoss schließlich den letzten Abend in Köln auf den Rheinwiesen.

Am Donnerstag ging es bei etwas trüberem Wetter schließlich wieder heimwärts mit einem Zwischenstopp in Haltern am See, wo sich ein Winterlager der römischen Legionen befunden hatte. Im dortigen Museum hatte man die kompletten drei Legionen mit Playmobil-Soldaten nachgestellt, inklusive  Standarten und Versorgungskonvoi. Nach einem Film über die Organisation des Lagers, dem Schultern des Marschgepäcks eines durchschnittlichen Legionärs und dem Ausprobieren der antiken Getreidemühle ging es wieder zum Bus.Abends gegen 18:30 Uhr nach einer langen Fahrt und dem Überreichen des Dankesgeschenks an Frau Uldall waren wir wieder bei der Schule. Jedem einzelnen von uns hatte die Reise sehr gut gefallen, alle (auch die Lehrer und der Busfahrer) haben großen Spaß gehabt. Die Fahrt wird nächstes Jahr wieder für die Klassen vor der Oberstufe stattfinden. Allen, die überlegen ob sie mitfahren sollen, sei gesagt: Es lohnt sich. Zum Schluss nochmal ein herzliches Dankeschön an alle, die dieses Erlebnis möglich gemacht haben, und viel Spaß den nächsten Römerfahrern!                                                                       Lillevi Fuhrmann

 

 

Römerfahrt 2014 (7. - 10. Juli) Die Römerfahrt 2014 startete am 7. Juli 2014 um 8:00 Uhr am Schulzentrum Süd in Eckernförde. Wir konnten pünktlich losfahren und alle haben sich schon auf Köln gefreut. Nachdem wir ungefähr eineinhalb Stunden gefahren waren, fuhren wir auf die erste Raststätte. Dort sind dann alle aus dem Bus gestiegen, haben sich die Beine vertreten oder sind zur Tankstelle gegangen, um auf Toilette zu gehen. Einige haben sich an der Tankstelle noch eine kleine Erfrischung für die weitere Fahrt gekauft. Danach sind alle wieder eingestiegen und die Fahrt konnte weitergehen. Kurz nachdem wir dann die Hälfte der Strecke geschafft hatten, verließen wir erneut die Autobahn, diesmal fuhren wir allerdings nicht auf eine Raststelle, sondern zum historischen Kalkriese. Kalkriese ist höchstwahrscheinlich der Ort, an dem die Varusschlacht stattfand. Die Varusschlacht ist eine Schlacht zwischen den Germanen und den Römern, in der die Römer drei Legionen durch einen Hinterhalt verloren. Vorort konnten wir uns dann erst einmal die Beine vertreten, auf Toilette gehen oder ein leckeres Eis genießen. Nach 30 Minuten, in denen wir kurz Freizeit hatten, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und wurden jeweils von einer Frau herumgeführt. Die eine Gruppe ging zuerst ins Museum, die andere durch das vermutete Kampfgelände. Wir gingen also durch den Wald, bis wir zu einer großen Wiese kamen, dort wurde uns dann erzählt, dass wir uns einen Meter über dem ursprünglichen Boden befinden, da Bauern, die hier vorher lebten, eine sogenannte Plackenwirtschaft betrieben, das heißt, dass die Bauern ganze Platten aus dem Moor, die sogenannten Placken, genommen haben und auf den ursprünglichen Boden gelegt haben. Das macht den Boden fruchtbarer und bebaubarer. Wir gingen durch den Park, bis wir zu einer Stelle kamen an der eine Rampe einen Meter nach unten führte. Dort wurde auf einer kleine Fläche der ursprüngliche Boden freigelegt. Wir konnten Sand erkennen und uns wurde erklärt, dass noch heute der Boden nach starkem Regen moorig und schlammig ist. Nachdem wir in der Grube waren und den Kampfboden der Varusschlacht gesehen hatten, zeigte uns die Museumsführerin die Sicht der Germanen, welche sich hinter einem Wall, welcher aus Erde und Ästen bestand, versteckt hielten. Sie konnten, dank ihrer erhöhten Stellung, die Römer sehr gut beobachten und durch lautes Schreien einschüchtern und provozieren. Jedes Mal wenn die Römer angreifen wollten, um sich zu wehren, kamen die restlichen germanischen Krieger aus dem Wald, in dem sie sich vorher versteckt gehalten hatten und streckten die Römer nieder. Als nächstes wechselten wir die Position mit der anderen Gruppe. Die Gruppe die vorher draußen war, ging nun ins Museum. Dort nahmen sich einige einen tragbaren Stuhl und folgte der Museumsführerin. Zuerst zeigte sie uns die Ausrüstung der Römer, also Rüstung, Waffen und Marschgepäck, dann die Ausrüstung der Germanen. Ein klarer Unterschied konnte bei den Rüstungen gefunden werden, da die Germanen, im Gegensatz zu den Römern, nur eine Lederrüstung hatten. Die Römer allerdings hatten eine Rüstung aus Eisen. Die Germanen waren dadurch natürlich wendiger, aber auch verwundbarer. Am Ende der Führung sind alle noch einmal auf den 40 Meter hohen Turm des Museums gestiegen und haben die weite und schöne Sicht über den Wald genossen. Als wir in Kalkriese fertig waren, stiegen alle wieder in den Bus und wir traten das letzte Stück der Busfahrt nach Köln an. Wir fuhren ungefähr drei bis vier weitere Stunden, bis Herr Schulz rief, dass man auf der linken Seite schon den Dom sehen kann. Die Freude war groß, und alle, die bis dahin geschlafen hatten waren wach und schauten aus dem Fenster. Wir fuhren in die Stadt hinein und direkt am Rhein entlang zu unserer Jugendherberge. Dort angekommen gab es ein großes Durcheinander, aber am Ende hatte dann doch jeder seinen Koffer oder seine Tasche wieder. Die Schlüsselbeauftragten für jedes Zimmer nahmen die Schlüssel und jeder ging erst einmal auf sein Zimmer. 30 Minuten später ging es dann zum Essen. Es gab Kartoffeln oder Kartoffelpüree mit Hähnchen- oder Fischschnitzel. Dazu gab es Soßen, Salate und verschiedenste Desserts. Das Essen war lecker, allerdings sind nicht alle satt geworden, da man nur ein Stück Fleisch nehmen durfte. Nach dem Essen gab es dann wieder 30 Minuten Freizeit auf dem Zimmer, bis wir dann zu den Rheinterassen gegangen sind. Dort haben sich dann alle noch einen schönen Abend gemacht. Im Sonnenuntergang haben einige Fußball mit Herrn Schulz gespielt, andere haben Volleyball gespielt und wieder andere haben sich einfach nur auf die Wiese gesetzt und entspannt. Als wir dann zurück zur Jugendherberge gegangen sind, hatten alle einen Riesendurst und haben sich, als wir in der Jugendherberge waren, erst einmal ein kühles Getränk am Kiosk gekauft. Danach gingen dann alle auf ihre Zimmer, denn es war 22:00 Uhr, und das bedeutete Nachtruhe. Jeder machte noch etwas auf seinem Zimmer, bis dann auch der letzte schlief. Dienstag, 8. Juli Am Dienstag kamen wir bei strömendem Regen im Römermuseum von Xanten an. Aufgrund des schlechten Wetters konnten wir nicht sehr viel von den nachgestellten Gebäuden besichtigen, jedoch war die Museumsführung auch ziemlich interessant. Im Museum haben wir dann gesehen, wie die alten Römer früher gelebt haben und was diese für Angewohnheiten hatten. Es war u.a. ein Esszimmer, ein Badezimmer und eine Speisekammer zu betrachten. In einem anderen Teil des Römermuseums haben wir dann die verschiedenen Werkzeuge der alten Römer besichtigt. Wir durften sogar den Helm, den Schild und das Schwert eines damaligen römischen Soldaten anprobieren. Insgesamt war es ein interessanter und informativer Ausflug, den ich für die nächste Römerfahrt nur weiterempfehlen kann. (Legionärin Uldall bereit zur Schlacht, während sich die Germanen über den Aufwand wundern...) [Der Bericht über Mittwoch ist leider nicht abgeliefert worden...] Donnerstag, 10. Juli Donnerstag war der letzte Tag unserer viertägigen Römerfahrt nach Köln. Wir sind wie jeden Tag um 8:00 Uhr aufgestanden. Schon am Abend vorher hatten wir die meisten unserer Sachen gepackt. Nachdem wir gefrühstückt hatten, mussten wir uns schließlich abfahrbereit machen. Auf der Rückfahrt Richtung Eckernförde nach Hause machten wir nach 1:30 Stunden Fahrzeit einen Zwischenstopp in Haltern am See. Dort befindet sich nämlich das LWL-Römermuseum. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf. Die eine erfuhr etwas über die Legionäre und die andere etwas über die Medizin in der Römerzeit. Außerdem sahen wir uns einen Film an, in dem Haltern virtuell rekonstruiert wurde, wie es vermutlich vor 2000 Jahren aussah. Es wurde erzählt, dass die Stadt früher einmal ein Militärkomplex namens "Aliso" war, welcher die "Schaltzentrale" des römischen Reiches im rechtsrheinischen Germanien war. Die 19. Legion, die in der Varusschlacht 9 n. Chr. mit zwei weiteren Legionen untergegangen ist, war lange in Haltern stationiert. Das Museum befindet sich exakt über der Position des Römerlagers, wo heutzutage viele Fundstücke aus damaliger Zeit entdeckt werden. Nach zwei Stunden vor Ort fuhren wir dann schließlich weiter. Während der Rückfahrt holten viele von uns den Schlaf der letzten Tage nach, welcher bei den meisten, aufgrund der Fußball-WM, die wir alle fieberhaft verfolgten, viel zu kurz gekommen war. Die Fahrt über waren alle gut gelaunt, weil wir durchgehend Musik über Boxen hören konnten und wir uns alle während der Ausflüge besser kennengelernt hatten. Fazit Unsere Römerfahrt hatte, auf Grund der vielen Museen, eine hohe Fülle an Informationen. Die Vorträge in den besuchten Museen wiederholten sich teilweise, doch kam bei den gemeinsamen Freizeitaktivitäten auch der Spaß nicht zu kurz. Zudem herrschte eine gute Stimmung untereinander, wozu auch die deutsche Fußballnationalmannschaft durch einen fantastischen Sieg beisteuerte. Alles in allem war es eine erlebnisreiche Fahrt, welche man unbedingt wahrnehmen sollte. Jannis Figura (9c), Sören Giese (9d), Tristan Halfe (9c), Niklas Kraus (9c) und Djure Paulsen (9d)

Weitere Fahrten/Exkursionen

..an Erfahrungsberichten zu weiteren durchgeführten Wanderfahrten und Exkursionen wird noch gearbeitet...!