Französisch

Bienvenue!

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Fachschaftsmitglieder

  • Heide Adami-Dietz
  • Gudrun Clausen
  • Anke Hanxleden (Fachschaftsleitung)
  • Claudia Litwin
  • Johanna Sceklein
  • Gönna Tönnies-Czauderna

Beschlüsse

  1. Oberstufe

    a) Länge der Klausuren in der Oberstufe


    • Grundlegendes Niveau: zweistündig
    • Profilfach: dreistündig

    b) Bewertung (Klausuren Oberstufe)

    Bei der Gesamtnote werden Sprache und Inhalt im Verhältnis 2:1 gewertet.

    c) Hilfsmittel

    Ein von der Schule gestelltes elektronisches Wörterbuch kann in den Klausuren und im Abitur benutzt werden.

DELF (Sprachdiplome)

Was ist DELF?

Das DELF-DALF-Programm (Diplôme d’Etudes en langue française – Diplôme approfondi de langue française) beschreibt ein Zertifizierungsprogramm für die französische Sprache, bestehend aus sechs vollkommen unabhängigen Einheiten. Weltweit gibt es in 154 verschiedenen Ländern (auch in Frankreich) insgesamt 900 anerkannte Prüfungszentren. Alle Diplome tragen das Siegel des Ministère de l'Education Nationale. Bei uns werden die Prüfungen vom Centre Culturel Kiel abgenommen. Es handelt sich also um externe, nicht schulische Prüfungen, die gebührenpflichtig sind.
Was wird geprüft?
Anders als in der Schule werden bei den Prüfungen des DELF-DALF-Programms keine Noten vergeben, sondern das Erreichen eines bestimmten Sprachniveaus bescheinigt. Die einzelnen Einheiten stimmen dabei mit den Sprachniveaustufen des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen des Europarats und den europäischen Sprachenportfolios überein und sind für alle Sprachen weltweit gleich.
Die Prüfungen können bei Nichtbestehen beliebig oft wiederholt werden. Bestandene Prüfungen können nur wiederholt werden, wenn der Kandidat vorher schriftlich auf das bereits erworbene Diplom verzichtet. Dieser Verzicht ist unwiderruflich. Gegen die Entscheidungen der jeweiligen nationalen Jurys kann kein Widerspruch eingelegt werden.
Wozu ein DELF-Zertifikat?
Anders als mit einem Zeugnis, in dem "Französisch: 2 (Gut)" steht, weiß ein potentieller Arbeitgeber bei Vorlage eines DELF-Zertifikats genau, was der Prüfling sprachlich im Einzelnen kann, da der europäische Referenzrahmen für Sprachen jede Niveaustufe detailliert hinsichtlich der sprachlichen Kompetenzen beschreibt. Neben vielen Arbeitgebern verlangen inzwischen alle europäischen Universitäten in den Fächern, in denen Fremdsprachenkenntnisse erforderlich sind, Nachweise über das jeweilige Sprachniveau des europäischen Referenzrahmens. DELF-DALF-Zertifikate werden dabei als offiziell gültige Dokumente anerkannt.
Wie und wo kann man sich anmelden?
Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich direkt beim Centre Culturel in Kiel für DELF-Prüfungen anmelden. Empfehlenswert ist allerdings die Anmeldung zum DELF scolaire, das hinsichtlich der sprachlichen Anforderungen mit dem DELF-Programm übereinstimmt, aber hinsichtlich der Themen Rücksicht auf das Alter der Prüflinge nimmt. Anmeldungen zum DELF Scolaire werden von der Schule bzw. der jeweiligen Französischlehrkraft der Schülerinnen und Schüler entgegengenommen. Sprechen Sie bei Interesse einfach den/die jeweilige/n Französischlehrer/in an.
Wie kann ich mich auf die Prüfungen vorbereiten?
In der Regel können sich interessierte Schülerinnen und Schüler in Absprache und mit Unterstützung der jeweiligen Französischlehrkraft im Rahmen des Französischunterrichts auf die Prüfungen vorbereiten. Sofern sich eine ausreichend große Anzahl an interessierten Schülerinnen und Schülern findet, kann die Vorbereitung auch im Rahmen einer DELF-AG stattfinden.

Französische Kultur bei uns

 

Schleswig-Holstein als nördlichstes deutsches Bundesland liegt bekanntermaßen nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu francophonen Ländern. Der unmittelbare Kontakt zu französischen Muttersprachlern, zur französischen Kultur oder zu francophonen Kulturen scheint da auf ersten Blick im hohen Norden schwer möglich. Und doch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, auch hier bei uns hautnah "Frankreich", "die Franzosen" zu erleben.

Das Centre culturel français in Kiel sowie das Institut français in Hamburg bieten mit wechselnden Kunstausstellungen, Lesungen, Musikveranstaltungen, Sprachkursen und einer eigenen Mediathek ein abwechslungsreiches Programm für Liebhaber und Interessierte der französischen Kulturszene.

Das jährliche französische Jugendfilmfestival Cinéfête ist ein gute Gelegenheit, französische Kinofilme in ihrer Originalfasssung zu sehen.

Französische Literatur und zeitgenössische Autoren können Jugendliche hautnah beim Projekt le Prix des lycéens erleben. Im Rahmen des Projekts le Prix des lycéens können Schülerinnen und Schüler Mitglied einer Jury werden und dabei ganz in französische Literatur eintauchen. Sie lesen eine Auswahl an französischsprachigen Büchern, wählen ihren Lieblingsroman aus und verleihen im Rahmen der Leipziger Buchmesse dem Autor den Preis, den Prix des lycéens allemands. Ein besonderes Highlight sind dabei die Tourneen der Autoren und die Möglichkeit, mit ihnen über ihre Bücher und ihren Beruf zu sprechen.

Aber es kommen auch immer wieder Franzosen nach Eckernförde! Neben unseren französischen Gästen im Rahmen der Austauschprogramme besuchen uns gelegentlich Franzosen aus dem Team des France Mobil mit dem Ziel, den deutschen Jugendlichen Frankreich näher zu bringen, ihnen Spaß an der Sprache zu vermitteln und ihnen Lust zu machen, die Sprache zu lernen oder weiterzulernen. Der letzte Besuch von Virginie vom France-Mobil war im Februar 2012 (siehe dazu den Bericht in der Eckernförder Zeitung).

Ab und zu haben wir auch eine französische Sprachassistentin bzw. einen französischen Sprachassistenten des Pädagogischen Austauschdienstes an der Schule, die/ der als Muttersprachler(in) und "echte(r)" Französin/ Franzose den Französischunterricht unserer Schule bereichert.

Und wer sich medial mit francophoner Sprache und Kultur umgeben möchte, sollte einen Blick auf unsere Seite Empfehlenswerte Links werfen. Dort finden Interessierte eine Vielzahl an Möglichkeiten, durch Radio, Fernsehen oder Internet in die französischsprachige Welt einzutauchen.

Europäische Projekte

Aktivitäten der Französisch-Fachschaft

Die Jungmannschule ist Europaschule. Dementsprechend haben auch viele Schulprojekte eine europäische Ausrichtung. Folgende Auschnitte aus Zeitungsartikeln oder Berichten im Jahrbuch der Jungmannschule geben einen Einblick in die Aktivitäten der Französisch-Fachschaft innerhalb der europäischen Projekte:

 

3. Europäisches Forum Eckernförde vom 10.09.-18.09.2011

In der Jungmannschule waren eine Woche lang Schülerinnen und Schüler aus Paris, Kiew und Stockholm zu Besuch. Alle Gäste sind bei Familien von Jungmann-Schülern aus den Jahrgängen 9 bis 13 untergekommen. Zudem nahmen weitere Jungmann-Schüler an einzelnen Aktivitäten der Schülerbegegnung teil, ohne selbst einen Gastschüler aufzunehmen, so dass in das 3. Europäischen Forum über 65 Schülerinnen und Schüler sowie 10 Lehrkräfte eingebunden waren.
Am Samstag, den 10.09.2011, kamen die ersten Gäste an, so dass einige Familien den Sonntag für einen ersten Ausflug (u.a. nach Hamburg) nutzten.

Der Montag begann für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in der Aula, wo sie begrüßt wurden und sich ihre Schulen gegenseitig vorstellten. Zudem sorgte die Big Band der Jungmannschule für großen Applaus. Anschließend wurden alle Teilnehmer in fünf Gruppen eingeteilt, die die Ausgangsgruppen für alle Aktivitäten in dieser Woche bildeten. Als nächstes stand ein vertieftes Kennenlernen in diesen Kleingruppen auf dem Plan, bevor es für eine Stadtrallye in die Eckernförder Innenstadt ging.

Der Projekttag am Dienstag stand unter dem Thema "Stress im Alltag der Jugendlichen". Die Schülerinnen und Schüler starteten mit der kreativen Übung "Die Welt in meinem Kopf" und kamen über die verschiedenen "Welten" ins Gespräch.Anschließend erstellten die nationalen Gruppen jeweils ein Plakat zum typischen Tagesablauf im Schulalltag und eins zu ihren typischen Freizeitaktivitäten. Dabei wurde deutlich, dass die französischen Schülerinnen und Schüler länger zur Schule gehen als die anderen und dass die ukrainischen Jugendlichen in ihrer Freizeit viel Sport treiben. Eine Diskussion über Stressquellen und Stressbewältigungam Ende des Projekttages zeigte verschiedene Lösungsstrategien auf.

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Zum Mittwoch sagen Fotos mehr als Worte.
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Kurzum: Auf Sylt war es sehr windig. Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler über das Erleben der Naturgewalten war auch noch an den darauffolgenden Tagen zu spüren.

 

Am Donnerstag gingen die Gastschüler mit in den normalen Unterricht, um selbst zu erfahren, wie der Schulalltag auf einem deutschen Gymnasium ist. Danach trafen sich alle Schülerinnen und Schüler in der Turnhalle, wo ein Tanz zu "Fascination" von Alphabeat einstudiert wurde. Anschließend konnte jeder selbst entscheiden, ob man aktiv Sport treiben oder sich lieber in einem Ruheraum Entspannungstechniken aneignen wollte.
Eine Reflexion zu den vergangenen Tagen rundete schließlich das Projektthema ab.

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Freitag hieß es für die Gastschüler, noch einmal in den Zug zu steigen und Flensburg einen Besuch abzustatten. Beim Abschiedsfest am Abend konnten alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler im Gemeindehaus Wulfsteert feiern, bevor es schließlich am Wochenende für die Gastschüler wieder nach Hause ging.

Text: Kerstin Mrotz
Fotos: Jürgen Engelhardt

 

Jungmannschüler in Europa unterwegs…

Bereits in den vergangenen 3 Jahren hatten je 10 SchülerInnen aus den Französischkursen des 10. Jahrgangs die Chance, an der Semaine d’Europe an unserer Partnerschule der Ecole Alsacienne in Paris teilzunehmen um dort auf Schüler aus ganz Europa zu treffen, dort in gemischten Klassen Diskussionen, Einführung in andere Sprachen und Ausflüge gemeinsam zu erleben.In diesem Jahr fand vom 11. bis 16. Mai im Rahmen eines Comeniusprojektes die europäische Woche zum ersten Mal in Stockholm statt. Auch dort trafen sich wieder Schüler und Lehrer aus Frankreich, Spanien, Italien, Portugal, Lettland, Polen und Österreich und natürlich Schweden und Deutschland. Zur Vorbereitung waren die Jungmannschüler wie die anderen Teilnehmer aufgefordert eine Powerpoint-Präsentation ihrer Schule sowie einen Film über die Präsenz Europas in ihrer Stadt bzw. Region vorzustellen. In einer Ausstellung zeigten alle Schulen Sportarten in ihrer Stadt.Im Vordergrund des Programms stand erneut, dass die Schüler sich in internationalen Gruppen möglichst gut kennenlernen. Die schwedischen Schüler führten ihre Gäste durch die Stadt, Unterricht wurde unter freiem Himmel im Freilichtmuseum Skansen erteilt. Darüber hinaus gab es Sportturniere und Tanzunterricht.Anders als in Paris wohnten die europäischen Schüler nicht in Familien, sondern waren auf dem Segler Af Chapman untergebracht, einer Jugendherberge auf dem Wasser. Stockholm zeigte sich meist von der sonnigen Seite und stellte einen tollen Rahmen für diese begegnungsreichen Tage.Im September plant die Jungmannschule ihrerseits nunmehr zum 4. Mal zu einem europäischen Forum zu laden. In einem etwas kleineren Rahmen sollen bei uns in Eckernförde dieses Mal Schüler aus Frankreich, Schweden und der Ukraine aufeinandertreffen. (Bericht aus dem Jahrbuch 2011)

Schüler aus vier Nationen räumen mit Vorurteilen auf

Nachgedruckt aus der Eckernförder Zeitung 24.09.09 sh:z

Schüler aus Polen, Frankreich, der Ukraine und Deutschland befassen sich zurzeit an der Jungmannschule beim „2. Europäischen Forum“ mit Unterschieden aber auch Gemeinsamkeiten ihrer Heimatländer.

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Eckernförde – Deutsche trinken viel Bier. Sie sind verschlossen und zum größten Teil Nazis. Franzosen dagegen sind sehr klein und dünn, obwohl sie viele Froschschenkel essen. Polen trinken viel Wodka und stehlen, während die Ukrainer Kommunisten ohne große geschichtliche Vergangenheit sind. Vorurteile über die Menschen anderer Nationen errichten Mauern in den Köpfen, die oft unüberwindbar erscheinen und nicht selten Grund für Auseinandersetzungen sind. 68 Lehrer und Schüler im Alter von 16 und 17 Jahren aus vier Nationen reißen diese Mauern zurzeit an der Jungmannschule ein. Hier findet in dieser Woche das „2. Europäische Forum“ mit Schülern aus vier Nationen statt, die sich in Gruppenarbeiten sowohl mit Unterschieden als auch Gemeinsamkeiten der einzelnen Kulturen befassen. Rückblick:

Im Februar besucht die Jungmannschul- Referendarin Kateryna Kharytych- Berlin – selbst aus Kiew stammend – eine trilaterale Lehrerbegegnung im polnischen Kreisau, wo sie mit dem polnischen Lehrer Adam Malinski eine Schülerbegegnung ins Auge fasst. Nach einem Besuch von Jungmannschülern an einer ukrainischen Schule und der Partnerschule in Paris, nimmt der Gedanke eines Treffens aller vier Nationen Formen an. 34 Schüler und Lehrer aus den drei Nationen sind zurzeit zu Gast in Eckernförde. Jedem ausländischem Schüler steht ein einheimischer zur Seite. Neben Ausflügen an die Nordsee und nach Flensburg stehen in erster Linie Gruppenarbeiten auf dem Plan: Gespräche über gegenseitige Vorurteile, über Erwartungen und Ängste. Aber auch Kurzreferate über verbindende Themen wie zum Beispiel über den Kernreaktor-Unfall im ukrainischen Tschernobyl oder den deutsch-französischen Grünenpolitiker Daniel Cohn-Bendit. In jeder Arbeitsgruppe sind alle vier Nationen vertreten, gesprochen wird Englisch, Deutsch, Französisch und Russisch, manchmal müssen die Lehrer übersetzen.

 

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Es wird viel gesprochen und theoretisiert, doch was wohl am meisten zur Völkerverständigung beiträgt ist der Alltag, das Leben in den Familien. „Die Deutschen sind gar nicht verschlossen und ernst, sondern sehr offen und gastfreundlich“, kann die Französin Ariane Boulanger schon nach den ersten Tagen bestätigen. Sie konnte im Gegenzug dazu beitragen, das Vorurteil der Froschschenkel essenden Franzosen zu entkräften, wie der Jungmannschüler Florian Zander bestätigt. Immer wieder ist zu hören: „Viele meiner Vorurteile sind weg.“ Besonders zu den Franzosen fielen den Schülern viele Vorurteile ein – positive wie negative. Am wenigsten konnten sie über die Ukraine sagen, es fehlt einfach die Verbindung im Alltag, die über die Klitschko-Brüder und Dynamo Kiew hinausgeht. Das Bild des Deutschen als Nazi ist besonders in der Ukraine noch vertreten. Eine Aufarbeitung der Geschichte findet dort wenig statt, erfahren die Schüler,. Nur zwei Vorurteile halten sich hartnäckig: Deutsche sind pünktlich und trinken viel Bier. Na dann, Prost. ARNE PETERS

 

 

 

 

Erfolgsrezept: Nachhaltige Entwicklung
<small>Von Kai Pörksen</small>

Eckernförde - „Nachhaltige Entwicklung": So lautete das Thema einer europäischen Woche (Semaine européenne) der Ecole Alsacienne in Paris, der Partnerschule der Eckernförder Jungmannschule in Frankreich. Die Klasse 10 d folgte der Einladung.

Die Lehrer Gönna Tönnies-Czauderna (Französisch) und Harald Vogel (Physik und Mathe) hatten ihre Schüler im Vorfeld akribisch auf die Reise und ihren Inhalt vorbereitet. Mit Erfolg: Die 10d wurde für ihr Engagement für die Umwelt als Europameister ausgezeichnet.

Erfahrungsbericht der Schülerinnen und Schüler (Auszug aus dem Jahrbuch 2008):

Erster Preis im europäischen Wettbewerb zum Thema „Nachhaltige Entwicklung“

Mit ihren Umweltaktionen unter dem Motto „Du hast es in der Hand – c’est à toi d’agir» gewinnt die Klasse 10d insgesamt 2900,- Euro und genießt eine tolle Woche in Paris !

Im Sommer 2007 bekamen wir von unserer Pariser Partnerschule „École alsacienne“ das Angebot, an einer „Semaine européenne“ zum Thema „Nachhaltige Entwicklung“ (Agenda 21) teilzunehmen. Da unsere Klasse im Jahr zuvor nicht an dem Excideuil-Austausch teilnehmen konnte, weil dieser nur alle zwei Jahre stattfindet, war das eine einmalige Gelegenheit, doch noch in den Genuss eines Frankreich-Austausches zu kommen!
Die Bedingung dabei war allerdings, dass jede Klasse der acht beteiligten Länder (Schweden, Finnland, Österreich, Italien, Spanien, Portugal, Frankreich und Deutschland) ein konkretes Projekt zum Thema „Nachhaltige Entwicklung“ auf die Beine stellte, das in Paris – natürlich auf Französisch - vorgestellt werden sollte. Dies benötigte natürlich sehr viel Planung und Vorarbeit. Und da das Thema Nachhaltigkeit sehr viele Aspekte beinhaltet, teilte sich unsere Klasse in verschiedene Arbeitsgruppen auf.
Eine Gruppe bearbeitete die Problematik der Mülltrennung an unserer Schule, hielt Vorträge in allen Klassen, gestaltete Plakate zum Energiesparen für die Klassenräume, diskutierte mit dem Reinigungspersonal (mit selbstgebackenem Kuchen!) und setzte schließlich sogar auf der Schulkonferenz durch, dass die Benennung von „Umweltexperten“ in jeder Klasse in die Hausordnung aufgenommen wurde. Die Umweltexperten sollen auf das umweltbewusste Verhalten im Klassenraum achten (Mülltrennung, Lüftung, Heizung, Licht). Monatlich werden vom Reinigungspersonal die saubersten Klassen bestimmt, die zur Belohnung Gummiteddys und einen kleinen Eisbären erhalten.
Außerdem wurde eine Pflanzenspende-Aktion erfolgreich durchgeführt, sodass sich jetzt fast in allen Klassenräumen eine Topfpflanze befindet, die „nachhaltig“ gepflegt werden muss (Vorbild: „Le petit prince“ von Antoine de Saint-Exupéry).
Weitere Schülergruppen gestalteten den Schulgarten neu, bauten ein Gesellschaftsspiel zum Thema „Aussterbende Tierarten“ und führten ein „Ökologisches Frühstück“ in der Pausenhalle durch.
Schließlich gab es noch eine Gruppe, die im Rahmen der Physik-AG von Herrn Vogel eine Zukunftsvision der Schule baute. Das maßstabsgetreue Schulmodell – in der Tischlerei Goos hergestellt - ist durch die Verwendung von Solar- und Windenergie „energieautark“. Ob sich diese Vision eines Tages realisieren lassen wird?
Viele dieser Aktionen konnten wir nur dank einer Spende der AWR (Abfallwirtschaftsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde mbH) in Höhe von 400,- Euro finanzieren und für unsere Reise nach Paris erhielten wir von der „Familie Mehdorn-Stiftung für interkulturelle Kommunikation“ auch noch einen Preis von 1000,- Euro.
In den letzten Tagen vor der Abreise übten wir intensiv unsere durch eine Powerpoint-Präsentation unterstützten französischen Vorträge. Die Vorstellung unserer Schule erfolgte auf Englisch. Insgesamt waren an diesem fächerübergreifenden Projekt also die Fächer Französisch, Physik, Biologie und Englisch beteiligt.
Am 16. Mai konnte es endlich losgehen! Nach einer 13-stündigen Busfahrt mit Frau Tönnies-Czauderna und Herrn Vogel warteten in Paris sehr nette Gastfamilien auf uns. Wer sich jetzt vielleicht auf einen entspannten Samstag gefreut hatte, lag falsch. Die meisten Familien hatten das ganze Wochenende durchorganisiert, sodass viele von uns einen schönen ersten Eindruck von Paris gewinnen konnten.
Am Sonntag backte jeder mit seiner Gastfamilie zusammen einen typischen Kuchen seiner Nationalität für die am Montag anstehende internationale „Teatime“. Vorher gab es allerdings eine französische Begrüßung aller Schüler/innen, die ihrerseits ihre Schulen – zumeist auf Englisch - vorstellten.
Alle Schüler/innen wurden in international gemischte Gruppen eingeteilt und unternahmen zusammen mit dem Austauschpartner bzw. der Austauschpartnerin in dieser Woche alles gemeinsam. Mit einer Lehrkraft und teilweise auch begleitenden Eltern zusammen machten wir täglich verschiedene Aktivitäten. Wir besuchten Museen, eine Photoausstellung übers Klima, unternahmen „History Rallyes“ durch Paris und diskutierten über die verschiedenen Schulsysteme. Die Highlights der Woche waren eine gemeinsame Fahrt aller 300 Schüler/innen nach Versailles (in öffentlichen Verkehrsmitteln!), Sportturniere in Basketball und Badminton und eine Talentshow, an der auch wir mit einem erprobten Lied und einstudierter Choreographie teilnahmen. Das Repertoire an diesem Abend reichte von spanischem Volkstanz, klassischer und Rockmusik bis zu einer Modenschau und einem italienischen Theaterstück (Commedia dell’ arte).
Am Freitag sollten wir unsere Umweltprojekte vorstellen, die von einer strengen Jury begutachtet wurden. Nachdem unser Maskottchen, ein großer niedlicher Stofftiereisbär mit dem Namen CO2 (auf Deutsch: Carl-Otto II. und auf Französisch: Charles-Olivier II) und unser Slogan „C’est à toi d’agir – Du hast es in der Hand!“ erwähnt wurden, hatten wir den Sieg nach den Meinung der anderen Schüler/innen schon fast in der Tasche, aber die Mitglieder der Jury stellten uns noch knifflige Fragen. Tatsächlich entschieden sie sich am Ende aber wirklich für uns, sodass wir mit dem 1. Preis in Höhe von 1.500 € nach Hause fahren konnten! Ausschlaggebend war, dass es uns gelungen war, alle am Schulleben beteiligten Gruppen „nachhaltig“ für das Thema Umweltschutz zu sensibilisieren. Das Geld soll nun für Umweltzwecke ausgegeben werden.
Nach der Verkündung des Ergebnisses aßen alle gemeinsam in der Schulkantine zu Mittag und es wurde uns freigestellt, im Anschluss daran Al Gores Film „Eine unbequeme Wahrheit“ auf Englisch zu sehen. Viele Mädchen und auch mehrere Jungen zogen es allerdings vor, sich schon für den Ball am Abend zu „stylen“. Es kamen wirklich fast alle in Kleidern und Anzügen, denn Turnschuhe und Jeans waren an diesem Abend tabu. Die unterschiedlichen Kleider der verschiedenen Nationalitäten zu sehen, war sehr interessant, und natürlich gab es dazu typische französische Diskomusik.
Das Ende des Abends bedeutete nun auch schon das Ende der wunderbaren Woche. Am nächsten Morgen waren fast alle pünktlich (viele unserer Pariser Austauschschüler waren andauernd zu spät) am Bus, um sich zum Teil wehmütig zu verabschieden. Letztendlich wird dies für uns alle eine unvergessliche, sehr interessante und tolle Woche bleiben, wobei ein großes Dankeschön nicht nur an unsere Sponsoren, die „École alsacienne“ und die netten Gastfamilien geht, sondern auch an Frau Tönnies-Czauderna und Herrn Vogel, ohne die wir das alles gar nicht organisiert bekommen hätten.

Lara Hollmann, Svea Lohnert (Klasse 10d, Schuljahr 2007/ 2008)

einteilunsererklasseinparis.jpg Ein Teil unserer Klasse in Paris

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beimballamletztenabend.jpg Beim Ball am letzten Abend


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