Berichte/Zeitung
Berichte über Schüleraustauschprogramme
Berichte, die unsere Schülerinnen und Schüler zu ihren eigenen Austauschen geschrieben haben, finden Sie unter Austausch und Schulfahrten.
3. Europäisches Forum Eckernförde
Vom 10.09. bis 18.09.2011 waren Schülerinnen und Schüler aus Paris, Kiew und Stockholm an der Jungmannschule zu Gast, so dass an dieser Schülerbegegnung über 65 Schülerinnen und Schüler sowie 10 Lehrkräfte teilgenommen haben.
Einen Bericht über das Forum finden Sie hier.
Paris: Umwelt-Europameister
Erfolgsrezept: Nachhaltige Entwicklung Von Kai Pörksen

aus den Kieler Nachrichten vom 5.5.2008
Von Kai Pörksen
Eckernförde - „Nachhaltige Entwicklung": So lautete das Thema einer europäischen Woche (Semaine européenne) der Ecole Alsacienne in Paris, der Partnerschule der Eckernförder Jungmannschule in Frankreich. Die Klasse 10 d folgte der Einladung.
Die Lehrer Gönna Tönnies-Czauderna (Französisch) und Harald Vogel (Physik und Mathe) hatten ihre Schüler im Vorfeld akribisch auf die Reise und ihren Inhalt vorbereitet. Mit Erfolg: Die 10d wurde für ihr Engagement für die Umwelt als Europameister ausgezeichnet.
Bevor es auf die Reise nach Paris ging, hatte die Klasse konkrete Umweltaktionen in ihrer Schule umgesetzt. Einige davon waren eine Pflanzenspende-Aktion; Vorträge in allen Klassen zum energie- und ressourcensparenden Verhalten, die Ernennung von Umweltexperten in den jeweiligen Schulklassen und ein ökologisches Frühstück (KN berichteten).
Im Mai galt es, diese Aktivitäten in Paris zu präsentieren - auf Französisch selbstverständlich. „Ich wusste gar nicht, dass ich Französisch so gut kann", freute sich Jonna Evers noch nachträglich, als sie und die anderen Schüler der 10d ihre Dokumentation der Reise gestern in der Pausenhalle der Jungmannschule präsentierten. Von Paris war sie ebenso begeistert wie Hanna Lürkens. Die beiden 16-Jährigen könnten sich gut vorstellen, wieder in die französische Metropole zu reisen. „Die Organisation der Besichtigungen in Paris und Versailles waren optimal", schwärmte Jonna, die das erste Mal den Eiffelturm gesehen und besichtigt und lieber den Fahrstuhl genommen hatte - statt der Treppen. Hanna fand es gut, sich mit den Teilnehmern aus den anderen europäischen Ländern wie Schweden oder Österreich austauschen zu können.
Die Präsentation der Klasse in Paris in Form einer Power-Point-Präsentation war so erfolgreich, dass die 10d unter den 300 teilnehmenden Schülern aller europäischen Klassen den ersten Preis gewann: Das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro steht jetzt für Umweltmaßnahmen an der Jungmannschule zur Verfügung.
Zusätzlich wurde das Projekt von der Abfall-Wirtschaft Rendsburg (AWR) mit 400 Euro gefördert und erhielt den Förderpreis der Mehdorn-Stiftung in Höhe von 1000 Euro.
Bot das Rahmenprogramm noch inhaltlichen Bezug zum Thema Umwelt - so wurde beispielsweise Al Gores Film „Eine unbequeme Wahrheit" diskutiert -, hatten die Teilnehmer ganz besonderen Spaß an der gemeinsamen Talentshow und am Abschlussabend, zu dem alle in festlicher Garderobe erschienen - und nicht einmal verkleidet aussahen.
Bild: Pörksen
Pariser Preis für clevere Jungmannschüler
aus der Eckernförder Zeitung vom 5.6.2008
Von Arne Peters
Die Klasse 10d der Jungmannschule hat bei der "Europäischen Woche" in Paris den ersten Platz belegt. Ihre Projekte zum Thema "Nachhaltige Entwicklung" setzten sich gegen die Schulideen aus sieben anderen Nationen durch.
Nachhaltige Entwicklung - "Was ist das", mögen sich viele Jugendliche fragen. An der Jungmannschule ist dieser Begriff mittlerweile jedem Schüler geläufig. Die Klasse 10 d hat an der "Europäischen Woche" - einem internationalen Schülerwettbewerb - in Paris teilgenommen und für ihre Projektideen zum Thema "Nachhaltige Entwicklung" den Hauptpreis in Höhe von 1500 Euro gewonnen.
Der Anstoß zur Teilnahme kam von der französischen Partnerschule, der Ecole alsacienne in Paris, die die Jungmannschüler zur Teilnahme einlud. Ein halbes Jahr lang bereiteten sich diese fächerübergreifend auf den Wettbewerb vor, sollten sie doch mit Jugendlichen aus insgesamt acht Ländern über Umweltschutz diskutieren und eigene Projekte vorstellen, die von einer Jury bewertet wurden.
Die Zehntklässler der Jungmannschule banden möglichst viele Menschen in ihre Projekte mit ein. So hielten sie in allen Klassen Vorträge zum energie- und ressourcensparenden Verhalten und sorgten dafür, dass in jeder Klasse dieses Verhalten von "Umweltexperten" aus den eigenen Reihen kontrolliert wird. Diese Idee schaffte es sogar bis in die Hausordnung. Auch das Reinigungspersonal wurde mit eingebunden und zeichnet jeden Monat die sauberste Klasse aus. Weiterhin entwarfen einige Schüler ein Gesellschaftsspiel und veranstalteten ein ökologisches Frühstück in der Pausenhalle, während andere ein maßstabsgetreues Modell der Schule anfertigten, anhand dessen gezeigt werden kann, wie die Schule durch die Nutzung von Photovoltaik-Anlagen und Windkraft energieautark umgestaltet werden könnte. Das Projekt wurde von der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) mit 400 Euro finanziell unterstützt und erhielt den Förderpreis der Familie-Mehdorn-Stiftung für interkulturelle Kommunikation in Höhe von 1000 Euro.
Ende Mai ging es dann für eine Woche nach Paris. Die gesamte Klasse und ihre Lehrer Gönna Tönnies-Czauderna (Französisch) und Harald Vogel (Mathe/Physik) kamen bei Gastfamilien unter - ebenso wie die Schüler aus sechs weiteren Ländern. Mit ihrem französischen Gruppenvortrag mit Powerpoint-Präsentation überzeugten die Schüler die Jury und gewannen den ersten Preis in Höhe von 1500 Euro, die nun für Umweltschutzmaßnahmen an der Jungmannschule zur Verfügung stehen.
Den Sieg haben die Schüler verdient: "Bei uns hat jeder mitgearbeitet und nicht nur drei oder vier Leute, wie bei anderen Schulen", sagt Jana Exner. "Außerdem waren unsere Projekte am sinnvollsten", so Svea Lohnert, die damit nicht Unrecht hat. So ging es bei den Italienern zum Beispiel um eine Umgestaltung des Schulhofes, während die Franzosen "nur" vorschlugen, Filter vor den Wasserhähnen zu installieren, um Wasser zu sparen. So umfangreiche und gut durchdachte Projekte wie die Jungmannschüler konnte niemand sonst vorweisen.
Neben der Arbeit kam aber auch das Kulturelle und Private nicht zu kurz. So gab es genug Zeit für die Pariser Sehenswürdigkeiten und für gesellige Stunden mit "Talent-Show" und Gala-Abend.
Die Schüler sind sich einig: An diesem Wettbewerb würden sie jederzeit wieder teilnehmen.
Bild: Peters



