Ausbildungskonzept der JMS Eckernförde
Stand Aug. 2011

1. Grundsätzliches

Die JMS ist seit langer Zeit eine anerkannte Ausbildungsschule und schreibt der Qualifizierung junger Lehrkräfte für die Berufpraxis eine große Bedeutung zu.

Die Schule ist für die Referendarinnen und Referendare nicht nur die Dienststelle, sondern nach der Ausbildungsordnung (im Folgenden APO II) der zentrale Ort, an dem sie eine substantielle Ausbildung erfahren, die den Anforderungen an eine professionelle Lehrkraft Rechnung trägt. So ist es unser Anspruch als Schule, dass die Referendarinnen und Referendare von der Schulleitung, den Mentorinnen und Mentoren und dem gesamten Kollegium in freundlicher, konstruktiver und inhaltlich fundierter Weise betreut und in das Schulleben integriert werden und sich selber integrieren. Ziel dieser Aufgabe ist es einerseits auf der Basis der Standards qualifizierte Lehrkräfte auszubilden und andererseits durch die Ausbildung den schulinternen Diskurs über pädagogische und didaktische Fragestellungen zu beleben. Im Folgenden werden die Ausbildungsinhalte, wie sie in der APO II festgelegt sind, für die JMS konkretisiert.

2. Grundlagen der Ausbildung

Die Ausbildung setzt eine enge und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten voraus.

Zu Beginn dieser Zeit werden die Referendarinnen und Referendare durch die Schulleiterin, die Koordinatorin und die Mentorinnen / Mentoren in die grundlegenden Aspekte der Schulorganisation, des Schullebens, die örtlichen und sächlichen Gegebenheiten, der schulrechtlichen Grundlagen, die Lehrpläne ( auch schulinterne Lehrpläne und Curricula), Stoffverteilungspläne, Planung von Unterrichtseinheiten, die Planung einer Unterrichtsstunde, die Verteilung der Klassenarbeiten, Korrekturprinzipien etc. eingeführt. Diese Informationen sollen es den Referendarinnen und Referendaren ermöglichen, sich zügig in den Schulalltag einzufügen und sich in ihrem Arbeitsfeld orientieren zu können. Überdies ist allen an der Ausbildung Beteiligten eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Studienleiterinnen und Studienleitern des IQSH wichtig, die die Referendarinnen und Referendare betreuen.

2.1 Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst

  • sind vollwertige Mitglieder des Kollegiums und übernehmen entsprechende Aufgaben.
  • sind selbstständig und eigenverantwortlich arbeitende Kolleginnen / Kollegen, denen die Mentorinnen / Mentoren in Fragen schulischer und unterrichtlicher Belange zur Seite stehen.
  • sind offen, selbstkritisch und pflegen einen fairen Umgang, insbesondere in konfliktträchtigen Situationen.
  • unterrichten ca. 10 Stunden pro Semester im eigenverantwortlichen Unterricht
  • unterrichten während ihrer Ausbildung in allen drei Stufen (eigenverantwortlich oder bei der Mentorin / dem Mentor bzw. einer anderen Lehrkraft)
  • hospitieren regelmäßig bei ihren Menorinnen / Mentoren , lassen sich hospitieren und besprechen die Unterrichtsstunden zeitnah.
  • unterrichten ihre Mentorinnen und Mentoren über die wesentlichen Inhalte ihrer Ausbildungsveranstaltungen.
  • setzen sich mit traditionellen und innovativen Unterrichtskonzepten auseinander und erproben diese in ihrer Unterrichtspraxis.
  • sollten im zweiten Ausbildungsjahr für mindestens ein halbes Jahr die stellvertretende Klassenleitung in einer Lerngruppe übernehmen, in der sie selbstständig unterrichten.
  • nehmen an Konferenzen, Prüfungen, Schulveranstaltungen etc. teil.
  • nehmen an mindestens einer SV- Sitzung bzw. einer Sitzung des Schülerparlaments teil.
  • nehmen an der wöchentlich stattfindenden Besprechungsstunde mit der Koordinatorin teil und sind bereit, diese aktiv mitzugestalten.
  • setzen sich mit ihrer Lehrerrolle und Fragen der Schulentwicklung auseinander.
  • arbeiten in Netzwerken mit LiV anderer Schulen bzw. Schularten zusammen z. B. Netzwerk Eckernförder Schulen, Netzwerk mit Gymnasien der Region).

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2.2 Die Ausbildungslehrkräfte (Mentorinnen/Mentoren)

  • verfügen über hinreichende unterrichtliche und erzieherische Erfahrungen.
  • leiten die LiV an, beraten und unterstützen sie in der schulischen Bildungs- und Erziehungsarbeit
  • sind nach Möglichkeit Fachlehrerin/ Fachlehrer in einer der Klassen, in denen die LiV selbstständig unterrichtet.
  • stimmen gemeinsam mit der Koordinatorin ein schulinternes Curriculum ab, um eine systematische Ausbildung zu gewährleisten ( auch im Hinblick auf das Portfolio).
  • informieren die LiV über wichtige ( Fachschafts-) Konferenzbeschlüsse.
  • beraten bei der Semesterplanung, der Planung einer Unterrichtseinheit sowie der Konzeption von Einzelstunden.
  • fordern von der LiV für ausgewählte Stunden schriftliche Unterrichtsentwürfe in tabellarischer Form mit Lernziel- und Kompetenzformulierungen.
  • hospitieren mindestens einmal pro Woche im eigenverantwortlichen Unterricht der LiV und besprechen diese Stunde zeitnah.
  • weisen die LiV auf unterschiedliche Unterrichtsverfahren hin und achten auf die Verbindung von Theorie und Praxis.
  • lassen sich über die Inhalte der von der LiV besuchten Module informieren.
  • führen zu Beginn der Ausbildung und nach sechs Monaten jeweils ein Orientierungsgespräch, dessen Inhalt im Wesentlichen protokolliert wird.

Ein Mentorinnen-/Mentorenwechsel ist sowohl auf Wunsch der Ausbildungslehrkraft als auch der LiV am Ende eines Semesters möglich, soweit eine andere Ausbildungslehrkraft zur Verfügung steht.

2.3 Die Koordinatorin

  • hält regelmäßige Besprechungen mit den LiV und den Ausbildungslehrkräften ab.
  • stimmt mit der Schulleiterin und den an der Ausbildung beteiligten Lehrkräften ein Ausbildungskonzept ab und entwickelt dieses im Rahmen der vorgegebenen Standards weiter.
  • berät die Ausbildungslehrkräfte sowie die LiV und informiert sich regelmäßig über den Stand der Ausbildung.
  • befördert die Zusammenarbeit mit anderen Schulen / Schularten.
  • hält den Kontakt zum IQSH und informiert sich über das Modulangebot.
  • ist Ansprechpartnerin bei auftretenden Konflikten im Kontext der Ausbildung.

2.4 Die Schulleiterin

Der Schulleiterin kommt in der APO II eine besondere Verantwortung für die Ausbildung zu.

  • Sie gewährleistet eine erfolgreiche Ausbildung, indem sie die LiV in Abstimmung mit der Koordinatorin angemessen einsetzt, ihr qualifizierte Ausbildungslehrkräfte zur Seite stellt und sich regelmäßig über den Stand der Ausbildung informiert
  • Sie hospitiert mindestens einmal pro Semester in jedem Fach und bespricht die Unterrichtsstunden mit der LiV.
  • Ab dem 3. Semester spricht sie auf Wunsch der LiV einen Notenbereich für die bislang geleistete Arbeit aus.
  • Sie stimmt ein Ausbildungskonzept gemeinsam mit der Koordinatorin ab und bespricht dieses mit den an der Ausbildung beteiligten Lehrkräften, der Schulleitung, dem Kollegium und den Eltern.

Die Umsetzung des Ausbildungskonzeptes wird von der Schulleiterin und der Koordinatorin auf den Weg gebracht und durch einen regelmäßigen Austausch mit allen an der Ausbildung Beteiligten überprüft und weiterentwickelt.